Stadtroute

 

Der erste Workshop hat mögliche Exkursionsziele Meldorfs festgelegt und Ideen zu Klangwelten und Verortungen der Klänge an der Pinnwand entwickelt. Aus der ersten Exkursion stehen nachfolgende Geräusche auf einer externen Speicherplatte als aktueller Aufnahmepool zur weiteren künstlerischen Bearbeitung an:

 

 

Gruppe 1:

Marktplatz / Dom

Gruppe 2:

Friedhof

# 7 Dom-Glockengeläut

# 8 Kopfsteinpflaster

# 12 Klackern Langstock (Blindenstock) I

# 13 Klackern Langstock (Blindenstock) II

# 14 Blätterrauschen

# 15 Briefkasten I

# 16 Briefkasten II

# 17 Dohlen am Markt

# 18 Orgelspiel durch verschlossener Tür

# 19 Dohlen aus anderer Perspektive, am Dom

# 21 Dom-Glocken 12 Uhr

# 22 Wasserpumpe - (Pumpe + Wasser)

# 23 Grüne Mülltonne

# 24 Langstock (Blindenstock) an Laterne

# 25 Langstock (Blindenstock) an Metallzaun

# 1 Raumklang - Atmosphäre Umgebung I (+Glocken)

# 2 Raumklang - Atmosphäre Umgebung II

# 3 Blätterrauschen (Wind+Baum)

# 4 Vögel und Blätterrauschen

# 5 Brunnen - Wasserhahn + Wasser

# 6 Gehen durch Laub

# 7 Motor Auto (BMW aus Hamburg)

# 8 Motor Roller

# 9 Zug in der Ferne

# 10 Magengrummeln Lene

# 11 Zug (unklar)

 

 

Wir Menschen beschäftigen uns viel damit, wie wir aussehen. Als Einzelne, als Familie, als Stadt. Damit, wie wir klingen, beschäftigen sich nur wenige. Dabei ist der Klang unserer Umgebung ein extrem einflussreicher Faktor für unser Befinden. Nicht nur, weil unsere Ohren immer offen sind, die falsche Geräuschmischung sogar krank machen kann. Sondern, so erklärt es der österreichische Komponist und Klangforscher Peter Androsch, „weil wir so sehr klingende Wesen sind wie hörende Wesen“. Wir wollen gehört werden. Wir wollen in Räumen sein, in denen man uns gut versteht. Nur die anderen hören, das wollen wir oft nicht. „Lärm ist das Geräusch der anderen“, so hat der Berliner Kurt Tucholsky das einmal zusammengefasst.

 

Hör- und Sehsinn leiten uns durch das alltägliche Leben. Beide Sinne lenken und beeinflussen unsere Entscheidungen und sind ein zentraler Einflussfaktor auf das menschliche Verhalten. Die auditive Flut, die unseren Ohren tagtäglich widerfährt, führt dazu, dass sich unsere Hör- und Wahrnehmungspraxis gewandelt hat. Unser Gehör ist entsprechend konditioniert, auf bestimmte Signale und Geräusche zu reagieren oder aber den vielschichtigen Klangteppich unserer Umgebung auszublenden. Entsprechend bewerten wir Klangereignisse als belastenden Krach bzw. Lärm oder die natürliche Klangwelt wie z.B. Vogelgezwitscher als bereichernde Klangkulisse für das Wohlbefinden.

 

 

Impressionen

Druckversion Druckversion | Sitemap
© K9 Koordination für regionale Kultur e.V.