StadtExkursionen

Voraussetzung für die sogenannte Feldphase (Fieldrecordings in der Stadt) war die Verständigung über eine Route in der Stadt, die als Stationen der Exkursionen festgehalten sind. Diese doch sehr umfangreichen Stadtstrecken wurden über mehrere Wochen jeweils montags mit Mikros und Aufnahmegerät abgelaufen. Der Ausgangspunkt der Klangreise sind hierbei die Geräusche, Klänge und Rhythmen,  die uns im täglichen Leben umgeben - das Klackern von Kofferrollen auf dem Kopfsteinpflaster, das Schwirren und Brummen von Klimaanlagen und Rolltreppen im Kaufhaus, die Stille in Parks und auf dem Friedhof, das Geläut der Kirche oder quietschende Bremsen der Züge am Bahnhof, das Zischen des Fahrkartenautomaten oder das Stimmengewirr in der Einkaufszone. Von dort führte der Weg später (wieder in der Schule) tiefer, zur Entstehung und den Ursprüngen des Klangs, zur Erkundung des Rhythmus als Grundlage einer möglichen Komposition, von Lärm und Stille zur Musik, vom Hören zum Sehen und zum Fühlen von Schwingungen. Die Klangbilder, Rhythmen und akustischen Erinnerungen gehen auf in der eigenen kompositorischen Umsetzung der StadtKlänge. Dies war im schulischen Kontext - aber auch draußen auf den Exkursionen - zunehmend erkennbar. Einen Moment lang wurde auf unseren Exkursionen scheinbar die Wahrnehmung und Linearität der Zeit aufgehoben - was sich wunderbar in den späteren Statements der SchülerInnen widerspiegelt.

StadtRoute

PinnwandPoesie

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